Saturday, February 1, 2020

✔ BLACKOUT - Morgen ist es zu spät: Roman


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Dicke Bücher können inhaltlich schwer werden. Blackout könnte doppelt so dick sein (1600 statt 800 Seiten) und ich würde keine Seite bereuen. Die Geschichte, die gut recherchiert und durchaus vorstellbar ist, zieht und hält einen im Bann. Sie zeigt die Gefahren unserer technischen Abhängigkeit auf und wie schnell wir in eine Zeit zurückversetzt werden, die wir mit unseren modernen Mitteln nicht mehr zu bewältigen vermögen. Menschliche Abgründe und die Auflösung jeglichen zivilisatorischen Zusammenhalts fesseln einen bis zum Schluss.Trotzdem ist es kein grauer Endzeitroman, sondern eine Geschichte, in die man sich einfühlen kann und von der man sich von der ersten Minute einsaugen lässt.Unbedingt lesen. 







Hab es leider nicht über Seite 300 geschafft. Ich lese Bücher um mitgerissen zu werden und in der U-Bahn die Zeit tot zu schlagen und nicht um nach dem lesen zu denke, ich müsse mir jetzt Wasser Vorräte zulegen um meine Spülung im Notfall zu ersetzten.Die Idee von dem Buch ist ja ganz gut, aber er schreibt super langatmig und der Autor schafft es bei den Folgen vom Stromausfall fast jedes mal wieder auf die Folgen von nicht weggespülten Fäkalien zu kommen.Kann leider keine Meinung über das ganze Buch fällen, der Anfang war nur sehr Anstrengend zu lesen, so dass ich einfach keine Lust hatte weiter zu lesen. Deshalb nur 1 Stern. 





✔ Resilienz ist erlernbar: Wie Sie durch den Aufbau der inneren Stärke Stress bewältigen, widerstandsfähiger werden und Depressionen vorbeugen


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Ich habe das Buch auf Grund einer Empfehlung gekauft und bin sehr angetan.Der Schwerpunkt liegt nach einer Übersicht über das Thema und seine wissenschaftlichen Hintergründe auf den sieben Säulen, die die Resilienz ausmachen. Zu diesen Säulen gibt es dann jeweils mehrere Unterpunkte, bei denen verschiedene Anregungen gegeben werden zu der Frage: Wie stehe ich im Moment bezüglich dieses Themas? Und dann gibt es eine Vielzahl von Angeboten zu der Frage: Was kann ich konkret tun, um das zu verbessern? Unter diesen Möglichkeiten kann jeder dann auswählen, was jeweils passend ist. Ich habe jedenfalls ein paar Ansätze gefunden, an denen ich arbeiten will 







Ein wirklich sehr spannendes Buch zum Thema Resilienz. Wissenschaftlich fundiert, aber dennoch sehr praxisbezogen mit vielen Beispielen aus dem Alltag. Ich persönlich habe sehr viel Stress und Druck durch mein Berufsumfeld und mich daher zum Kauf dieses Buches entschiedenen.Liest sich auch super! Kann es jedem ans Herz legen, der sich für dieses Bereich interessiert. 





✔ Das Leben ist zu kurz für später: Stell dir vor, du hast nur noch ein Jahr - ein Selbstversuch, der dein Leben verbessern wird


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Rezension – Das Leben ist zu kurz für späterDieses ist meine erste Rezension. Nein! Es ist nicht das erste Buch, das ich gelesen habe. Im Gegenteil. Ich habe eine ganze Menge Bücher gelesen. Lesen gehört sozusagen zu meinen Grundbedürfnissen. Alexandra Reinwarth würde sagen: … zu meiner Werkeinstellung. Aber bisher hatte ich nie das Bedürfnis, zu einem Buch etwas zu schreiben. In diesem Fall ist das anders. Vielleicht, weil es ein besonderes Buch ist. Weil es mich auf besondere Weise berührt hat. Und weil es mir ein paar besondere Einsichten geschenkt hat. Aber vielleicht ist es auch gar keine echte Rezension, sondern „nur“ die Antwort auf das wunderbare Buch einer sehr sympathischen Autorin.Das Buch habe ich mehr oder weniger zufällig entdeckt. Auf der Suche nach einer Urlaubslektüre habe ich mir die Bestsellerlisten angeschaut. Und da ich mit Romanen und Biografien nicht viel anfangen kann, fiel mir dieser Titel ins Auge. Die Autorin war mir bis dahin unbekannt. Mein Blick auf die Rezensionen zeigte 85 Prozent Vier- und Fünf-Sterne-Bewertungen und nur elf Prozent Ein- und Zwei-Sterne-Bewertungen. Die guten Bewertungen waren überwiegend sehr ausführlich – sachlich und emotional – geschrieben. Die schlechten dagegen oft kurz und nicht sehr konkret. Aber so ist es ja immer, eine Sache oder Leistung kann noch so gut sein, es wird stets Zeitgenossen geben, die sie grottenschlecht finden. Ich habe das Buch also erwartungsvoll bestellt und im Urlaub am Pool gelesen.Ich will es zusammenfassend vorweg nehmen: Es ist wunderbar unterhaltsam, lebendig – wie im richtigen Leben, erfrischend, charmant, humorvoll, modern, spritzig und frech geschrieben. Die Autorin lässt tief in ihr Herz und in ihre Seele blicken. Sie schenkt dem Leser dabei viele nachdenkliche und emotionale Momente. Und das sind für mich volle fünf Sterne. Allerdings gibt es auch einige kleine Kritikpunkte. Auf diese komme ich später zu sprechen. Allerdings sind sie allesamt nicht so bedeutend, dass ich auch nur den Zacken eines Sterns dafür abziehen würde.Ich habe, ähnlich wie Alexandra Reinwarth, Jahrzehnte in der Werbung gearbeitet und einen Teil meines Gehalts durch das verfassen von Werbetexten verdient. Und genau wie sie, hatte ich auch keinen Abschluss als Werbefuzzi. Im Ruhestand habe ich dann selbst einen dicken Wälzer geschrieben. Mehr als zehn Jahre Recherche und fünf Jahre schriftstellerische Arbeit. Da 90 Prozent der Deutschen Finanz-Legastheniker sind – und das ist keine Behauptung, sondern bewiesen – sollte eigentlich jeder erwachsene Deutsche diese Finanz-Bibel lesen. Trotzdem ist dieses Buch in keiner Bestsellerliste zu finden. Aber das macht nichts. Ich muss mit meinem Buch nicht meinen Lebensunterhalt verdienen. Ich habe es in erster Linie für meine wunderbare Tochter und meine beiden Enkelkinder geschrieben, zwei prächtige Jungs. Es war mir einfach ein Bedürfnis, dieses Buch zu verfassen und meinen Lieben so gewisse Dinge mit auf den Weg zu geben. Und darum kann ich die Leidenschaft von Alexandra Reinwarth, zu schreiben, sehr gut nachvollziehen.Das, was ich zu „Das Leben ist zu kurz für später“ sagen möchte, könnte fast ein eigenes Buch füllen. Aber ich beschränke mich hier auf das Wesentliche.Noch bevor das Buch beginnt, steht ein wunderbares Zitat (leider in Englisch): “Wir alle haben zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn du realisiert hast, dass du nur eines hast.“ Theodor Fontane sagte: „Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.“ Wie wahr…Dieses Buch hat bei mir etliche Gedanken zutage gebracht und so manche Emotion ausgelöst. Das reichte von Ergriffenheit über Erregung und Gefühlsseligkeit bis zu Tränen der Rührung. Und für diese emotionalen Momente bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen, liebe Alexandra Reinwarth. Bereits nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich möglichst zügig vorankommen wollte. Denn ich wurde von einer großen Neugierde geplagt, wie gewisse Dinge und Ereignisse weiter und zu Ende gehen würden. Dazu kam, mit jeder Seite wurde mir die Autorin vertrauter. Noch im ersten Drittel des Buches gewann ich den Eindruck, dass mir eine verdammt gute Freundin, vielleicht sogar die beste, gegenüber sitzt und mir ihre Geschichten und Gedanken anvertraut. Durch ihre Art zu schreiben hat sie ein wunderbares persönliches Verhältnis zwischen sich und mir als Leser aufgebaut. Und ich hatte wirklich das Gefühl, mich in der Geschichte wiederzufinden und irgendwie dazuzugehören.Nun ist es bei mir ein wenig anders, als bei Alexandra Reinwarth. Ich muss nämlich keinen Todestermin im nächsten Jahr festlegen. Ich bin 68 Jahre alt und es könnte passieren, dass ich einen solchen hypothetischen Termin nicht einmal erreiche. Mein Vater ist einst im Alter von 67 Jahren gestorben. Und vor wenigen Wochen im Urlaub ist in unserer Reisegruppe ein Mann in meinem Alter – lebenslustig, gut gelaunt und humorvoll – mit anderen Teilnehmern zum Schnorcheln ins Wasser gesprungen. Eine halbe Stunde später hat man ihn leblos geborgen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ohne jegliche Vorwarnung, vollkommen unerwartet – einfach tragisch. Aber In meinem Alter ist es eben so: Die Einschläge kommen näher. Solche Ereignisse haben mich natürlich auch dazu gebracht, dass ich mir ähnliche Gedanken gemacht habe wie Alexandra Reinwarth. Aber dazu später mehr.In ihrem Buch geht es unter anderem darum, was unser Unterbewusstsein mit uns macht. Es sorgt nämlich dafür, dass wir unseren Weg durchs Leben mit dem geringsten Widerstand gehen. Natürlich haben alle Menschen Wünsche und Träume. Das beweist schon die riesige Armada von Lotto-Spielern. Aber seinen Träumen kommt man durch die Abgabe eines Lotto-Scheins keinen Millimeter näher. Der wahre Weg ist, seinem Unterbewusstsein eins auf die Mütze zu geben und aus dem Alltagstrott auszubrechen. Auf sein Herz zu hören. Denn dort sind die kleinen und großen Träume und Wünsche versteckt. Wer sich die Realisierung seines großen Traums ganz fest vornimmt, dem wird das Universum alle Möglichkeiten bereitstellen, um das Ziel irgendwie und irgendwann zu erreichen. Und das hat Alexandra Reinwarth in etlichen Episoden sehr anschaulich geschildert.Nun komme ich einmal zu den Kleinigkeiten, die mir nicht so gut gefallen haben. Bereits in den ersten Zeilen der Einleitung erwähnt Alexandra Reinwarth die beiden wichtigsten Mitglieder ihrer Familie: Den Partner „L.“ und „das Kind“. Nicht „mein Kind“ oder „unser Kind“, einfach nur „das Kind“. Warum so unpersönlich? Warum keine Namen? Erst im hinteren Drittel des Buches erfährt man, dass es sich um einen 4-jährigen Sohn handelt. Und „L.“? Heißt er Ludwig, Leon oder Lars? Zwischen den Zeilen liest man, dass die beiden nicht verheiratet sind, sondern ohne Trauschein zusammen leben. Die Autorin erzählt so viele intime Dinge über sich und ihre Familie. Warum werden ihre wichtigsten beiden Menschen zu Beginn so oberflächlich dargestellt? Alexandra Reinwarth wird sich dabei sicher etwas gedacht haben. Mir haben sich diese Gedanken aber leider nicht erschlossen.Dann gibt es einige Episoden, wo Spannung aufgebaut wird. Zum Beispiel traut sich die Freundin Jana nicht, einen Mann namens Ahmed, den sie toll findet, anzusprechen. In langen Gesprächen überzeugt Alexandra ihre Freundin Jana, doch endlich den ersten Schritt zu wagen. Ob sie es tut oder nicht und mit welchem Ergebnis, erfährt man leider erst am Ende des Buches so ganz nebenbei. Hier hätte ich gerne ein paar Details erfahren. An dieser Stelle werde ich natürlich nichts verraten. Auch, wo es um die geheimen sexuellen Wünsche von Alexandra und L. geht, erfährt man nichts Näheres. Okay, das ist irgendwie verständlich. Vielleicht liegt es ja an meinem Hang zum Voyeurismus oder an einem erhöhten Testosteron-Spiegel, dass ich hier mehr erwartet hätte.Dann gibt es noch einige Druckfehler und an einigen Stellen hat der Dativ den Genetiv verdrängt. Aber seit Bastian Sick wissen wir ja alle, dass der Dativ dem Genetiv sein Tod ist. Selbst wenn Autor und Lektor ein Buch bis zum Erbrechen durcharbeiten, es werden immer noch einige Fehler schaffen, sich so zu verstecken, dass sie übersehen werden. Um sich dann geschickt in Szene zu setzen und dem Leser ein Bein zu stellen.Ich hatte vorne angesprochen, dass ich mir ähnliche Gedanken zu meinem Leben gemacht habe wie die Autorin zu dem ihren. Allerdings, ohne einen festen Todes-Termin zu kreieren. Schließlich vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht an den Tod denke. Nicht aus Angst. Sondern, weil mir klar ist, dass dieser Tag irgendwann kommen wird. Vielleicht morgen, in einer Woche, einem Monat, einem Jahr. Vielleicht aber auch erst in zehn oder 20 Jahren. Im Moment fühle ich mich sauwohl und bin mit meinem Körper und meinem Geist im Einklang. Ich hoffe daher, dass ich noch eine lange Zeit vor mir habe.In den letzten Jahren habe ich einige Träume – meine großen Herzenswünsche – realisiert. Ich bin mit 59 Jahren in den (Un-)Ruhestand gegangen. Dann habe ich mir ein Haus am See gekauft. Ich habe mir mein Traum-Cabrio angeschafft. Und ich habe das besagte Buch geschrieben.Aber auch das Buch von Alexandra Reinwarth hat vor Kurzem dafür gesorgt, dass ich mir selbst ein kleines Glückserlebnis beschert habe. Und das kam so: Im Urlaub feierten meine Frau und ich unseren 45. Hochzeitstag. Die Kellner hatten zum Abendessen einen Tisch mit Luftballons, Blüten und einer kleinen Torte geschmückt. Es wurde gesungen, getanzt und wir hatten Spaß. Ich bin nicht der euphorische Kinderfan. Das ist eher meine Frau. Sie kommt an keinem Baby vorbei, ohne es auf den Arm zu nehmen. Ich bin in dieser Beziehung eher pragmatisch. Trotzdem habe ich an diesem Abend beobachtet, wie ein Mädel vom Nachbartisch ganz fasziniert auf die Luftballons schaute. Normalerweise hätte ich es wahrscheinlich nicht einmal bemerkt. Aber an diesem Tag war es anders. Noch gemütsgeschwängert, durch das Lesen des Buches, nahm ich zwei Luftballons und schenkte sie diesem Mädel. Ihre Augen funkelten vor Glück. Und ich glaube, dass mich ihre strahlenden Augen noch glücklicher gemacht haben, als die Luftballons sie.Fazit:Obwohl ich über manche Dinge des Lebens ähnlich denke und gedacht habe wie Alexandra Reinwarth, habe ich vielleicht den Blick auf die kleinen Begebenheiten verloren. Und die sind für ein erfülltes Leben auch sehr wichtig. So ganz nach dem Motto: Warte nicht auf das große Wunder, sonst verpasst du die vielen kleinen. Die Autorin hat hier einige Beispiele aufgeführt. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass man jede Lebenssituation auch einmal mit anderen Augen und aus einer anderen Perspektive betrachten sollte. Eben mit dem Herzen. Also mit mehr Empathie, Verständnis, Einfühlungsvermögen und mit sehr viel mehr Liebe. Vielleicht hat mir Alexandra Reinwarth mit ihrem Buch dazu verholfen, dass ich auf meine alten Tage endlich mein zweites Leben beginne.Danke für so viel Lesegenuss. 







Ich schreibe so gut wie nie Rezensionen, aber jetzt musste das mal sein, denn dieses Buch ist richtig, richtig gut. Habe lange kein so gutes Buch mehr gelesen, von mir eine klare Kaufempfehlung 





✔ Auszeit im Café am Rande der Welt: Eine Wiederbegegnung mit dem eigenen Selbst


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Als großer Fan der Café am Rande der Welt - Reihe habe ich sehnlichst auf den dritten Teil gewartet. In 152 Seiten begleiten wir John wieder einmal durch eine kleine Lebenskrise. Obwohl ich den Inhalt sehr genossen habe, kam es mir unheimlich schnelllebig vor. Ich habe dieses Buch in einem Atemzug durchgelesen (aber so erging es auch den Vorgängern). Es gibt viele Bilder, viele fast leere Seiten und auch die Schrift wirkt größer als sonst. 100 Seiten mehr waren schon schön gewesen. Daher ist es wohl kein Wunder, dass dieses Buch nur sehr kurzweilige Freude schenkte. Ich hätte mir mehr Inhalt und Tiefe in der Geschichte, mehr Gespräche, Lebensläufe der Personen und Weisheiten gewünscht. Immerhin ist es 20 Jahre in der Geschichte her, seitdem John das erste Mal im Café war. Da muss man sich doch mehr zu erzählen haben. Dennoch bereue ich meinen Kauf nicht und konnte wieder etwas für mein eigenes Leben mitnehmen. :) 







Leider konnte mich der letzte Band der "Cafe" - Reihe nicht überzeugen. Das Buch ist sehr knapp gehalten und hat, abgesehen von ein paar Stellen, kaum Tiefgang. Die Geschichte hätte Potential gehabt, aber in dieser Ausführung ist sie leider nur eine Enttäuschung und kann nicht an die Vorgänger anknüpfen. Sehr schade... 





✔ Denn du sollst sterben: Die Kincaid-James-Romane 18 - Roman


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Auch diese Geschichte ist fesselnd, wie immer spannend und ich bekomme nicht genug davon. Die Entwicklung von Duncan und seiner Familie finde ich sehr schön. Ich freue mich schon wie Bo!!e auf Nr.19. Danke 







Viele Worte sind überflüssig. Großartig, spannend, authentisch. Der Lokalkorit kommt auch nicht zu kurz und die Einbindung der Familie ist immer gelungen. Weiter so. 





✔ Der Gesang der Flusskrebse: Roman


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Kya Clark ist 6 Jahre alt, als ihre instabile Familie zerbricht und sie von ihrer Familie in der unwegsamen Einsamkeit des Marschlandes allein zurückgelassen wird. Man nennt sie das Marschmädchen, sie lebt unter einfachsten Bedingungen und kämpft um jede Mahlzeit. Die Natur wird ihr Freund, sie beobachtet die Seevögel, die Fische, Pflanzen und die Muscheln am Ufer. Mit Menschen hat Kya nur wenig Kontakt, sie sind ihr fremd, eine Schule besucht sie deshalb nicht, nur dank eines Jugendfreundes ihres Bruders lernt sie Lesen und Schreiben und reift zu einer Künstlerin heran. In der nahen Küstenstadt Barkley Cove wird über Kya geredet und sie lernt Chase Andrews kennen und lieben, doch sie bleibt misstrauisch und vertraut niemandem. Als Chase tot aufgefunden wird, wird Kya zur Verdächtigen."Es mochte ein hartes Land sein, aber es war keineswegs karg. Vielschichtiges Leben - wuselige Strandkrabben, schlammstakende Sumpfkrebse, Wasservögel, Fische, Garnelen, Austern, fette Hirsche und dicke Gänse - tummelte sich an Land oder im Wasser." Zitat Seite 17Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Zeitebenen erzählt, es beginnt 1952 als Kyas Mutter verschwindet und zeigt dann im Jahr 1969 den Tod von Chase Andrews und die nachfolgenden Ermittlungen.Mit der Protagonistin tauchen wir ein in das als Kind Erlebte, in die ärmlichen Lebensverhältnisse der Sumpfhütte, die dank ihrer liebevollen Mutter und der Geschwister zu einem besonderen und heimischen Ort wurde. Doch nach dem Weggang der Mutter ändert sich das Leben für Kya, nach und nach verlassen auch die anderen Geschwister die Hütte im Marschland und Kya muss mit ihrem gewalttätigen und trinkenden Vater allein auskommen. Anfangs hat man noch Hoffnung, das ein Zusammenleben beider Personen möglich sein könnte, doch dann stirbt auch diese Hoffnung. Kya bleibt als einzige zurück und ist auf sich allein gestellt. In dieser Einsamkeit findet sie nur Trost bei den Tieren, den Strandmöwen und in der Natur. Und sie findet einen Weg, zu überleben und sich mit dieser menschenlosen Umgebung zu arrangieren und sie zu lieben. Menschen geht sie aus dem Weg, nur wenige lässt sie an sich heran. Aber auch daraus erwächst dann später eine Problematik, die sie und ihr Leben im Sumpf bedroht.Die Ermittlungen zum Todesfall von Chase bringen immer wieder neue Einblicke in das Geschehen, während man die Außenseiterin Kya zu einer schönen Frau heranwachsen sieht, beginnen die Vorverurteilungen über ihren Lebenswandel durch die Bewohner von Barkley Cove.Diese Mischung aus Heranwachsen unter schwierigsten Bedingungen, ohne liebevolle Zuwendung von anderen Menschen und die aktuelle Mordermittlung sorgen für einen unglaublichen Lesesog, man kann diesen Roman nur gefesselt verschlingen.Der Erzählstil der Autorin ist ein besonderer Genuss, bei dem mich mit die einzigartigen Naturschilderungen in ihren Bann gezogen haben. Man erlebt die Flora und Fauna aus allernächster Nähe und erkennt, nicht immer ist die Natur gut und wunderschön, auch im Tierreich verschlingt die Gottesanbeterin ihren Partner."Der Gesang der Flusskrebse" erinnert mich ein wenig an den Thriller Die Moortochter von Karen Dionne, auch dort hat die Protagonistin die Leser auf ihre Seite gezogen.Dieser Roman ist sensationell mitreißend geschrieben, man erlebt die Einsamkeit und Schönheit der Wildnis im Marschland und wie Kya allein auf sich gestellt ums Überleben kämpft, eins wird mit der Natur und dort Schutz findet.Für mich die Buchentdeckung im Juli!