Wednesday, February 5, 2020

✔ 1793: Roman (Winge und Cardell ermitteln, Band 1)


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Ich habe in 40 Jahren mehrere tausend Bücher gelesen aber habe bis jetzt nur zwei während des Leseprozesses direkt ins Altapapier geworfen - und dieses hier war eines davon, nämlich zehn Seiten in den zweiten Teil hinein. Es erschließt sich mir nicht, wie ein Mensch, der einigermaßen im Normbereich lebt und fühlt, dieses Buch lesen kann - an die Grenze des Erträglichen gehende Szenen und Ideen der Abartigkeit und den ärgsten Abgründen des menschlichen Wesens werden hier detailliert beschrieben, ich kann mir nicht erklären, wie man auf solche Gedanken kommt. 







"1793" soll ein Kriminalroman basierend auf antikem Quellenmaterial sein. Was dabei historisch belegt ist oder auf der Fantasie des Autors beruht, bleibt offen.In alten Archiven zu forschen und zu recherchieren ist das eine, was der Autor eigenen Angaben zufolge akribisch und mit großem Eifer getan hat, Das ganze Material dann aber in einen guten, in sich schlüssigen Kriminalroman umzusetzen ist etwas ganz anderes, und das ist dem Autor nicht gelungen!Lange, zum Teil langatmige Abschnitte spiegeln offensichtlich historisches Quellenmaterial wider, haben aber keinen oder allenfalls nur unwesentlichen Bezug zum eigentlichen Kriminalfall. Das Verbrechen als solches wird völlig unrealistisch, unlogisch und zum Teil widersprüchlich beschrieben.Man gewinnt den Eindruck, dass dem Autor weniger an der Aufklärung eines Kiminalfalles gelegen ist als vielmehr an der endlosen Aneinanderreihung ekelhafter, widerwärtiger, perverser Szenen und Episoden.Wer gerne liest, wie jemand gezwungen wird, einem anderen die kotverschmierten Schuhe mit der Zunge abzulecken, wie eine Frau zwei Stunden lang von einem sadistischen Aufseher ausgepeitscht wird, wie der Ermittler ständig die blutigen Reste seiner von Tuberkulose zerfressenen Lunge aushustet oder wer Gefallen findet an der Enthauptung eines Straftäters durch einen besoffenen Scharfrichter (der Ablauf ist unschwer vorstellbar) oder an einer halbverwesten und von Ratten angefressenen Leiche - um nur einige wenige Beispiele zu nennen - bis hin zu einem monströsen, widerlichen, ekelerregenden Folterexzess, der wird das Buch sicher mit Begeisterung lesen. Für Liebhaben von Perversitäten vielleicht ein großartiges Werk.Wer allerdings raffiniert konstruierte, gut recherchierte und bis zuletzt spannende Kriminalromane bevorzugt, der sollte die Finge von dem Roman lassen. Es könnte sonst das passieren, was wiederholt in "1793" geschieht: sie/er müsste "ihren/seinen Mageninhalt entleeren" - sprich kotzen.Bewertung? "Minus-Sterne" - gibt's leider nicht. Kein Stern - auch nicht möglich. Also ein Stern, aber das ist noch massiv geschmeichelt! 





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